Fair handeln.

Produkte wie Kaffee, Tee, Reis und Kakao wachsen nicht in Deutschland. Weil sie in fernen Ländern angebaut werden, weiß man recht wenig darüber. Viele Kaffeebauern und Teepflücker arbeiten unter unwürdigen Bedingungen und für einen Hungerlohn. Die Erlöse aus den Weltmarktpreisen reichen kaum aus zum Überleben. Diese Bauern können nicht warten, bis sich auf dem Weltmarkt gerechte Preise durchsetzen.

Obwohl heute schon drei Millionen Deutsche fair gehandelte Waren genießen, ist die Durchdringung des Marktes noch nicht befriedigend. Bei Kaffee und Honig kommen fair gehandelte Waren z. B. nur auf ein Prozent Marktanteil. Woran das liegen mag? Ganz sicher nicht an mangelnder Qualität.  

Nutzen wir unsere Macht als Konsumenten im Kampf gegen die weltweite Armut. Indem wir fair gehandelte Produkte kaufen. Faire Produkte erfreuen die Genießer  und anspruchsvollen Menschen unter uns. Ein fair produzierter Kaffee verwöhnt mit seinen über 2.000 Aromastoffen unsere Sinne und überzeugt auch echte Kaffee-Experten. Für ihn aber auch für die vielen anderen Produkte aus fairem Handel gilt: In Sachen Qualität sind sie den Marken und Produkten des "herkömmlichen" Handels mindestens ebenbürtig. Zudem stammen mehr als die Hälfte aus ökologischem Anbau. Fair einkaufen, das ist Genuss und gleichzeitig ein Beitrag im Kampf gegen die Armut. 

Erntearbeit ist in vielen Ländern immer noch Kinderarbeit

 

    



Corona, die Mehrwertsteuer und der Faire Markt

Wir alle haben erlebt, wie Corona unser Leben verändert. Auch wenn die meisten nicht krank wurden, hat jeder im sozialen oder berufichen Umfeld Einschränkungen hinnehmen müssen, bis hin zur Vernichtung wirtschaftlicher Existenzen. Nicht alles, aber vieles davon konnte in unserer vom Wohlstand geprägten Umgebung einigermaßen abgefedert werden, nicht zuletzt durch staatliche Fördermittel und auch durch die befristete Senkung unserer Mehrwertsteuer. Wie aber geht es denen, die dauerhaft am oder unter dem Existenzminimum leben, die keine Reserven und keine Rettungsschirme haben?

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Übrigens, die Mehrwertsteuer-Senkung im zweiten Halbjahr 2020 haben wir, wie ein Großteil der Weltläden in Deutschland, nicht an unsere Kunden weitergegeben. Wir haben sie in einen Fonds des Weltladen-Dachverbandes eingezahlt, der damit Hygienemaßnahmen, Krankenversicherungen und auch Corona-Schutzimpfungen in den Partnerprojekten finanziert. (Wir vergessen schnell, daß Impfungen in vielen Ländern des globalen Südens nicht von den Regierungen bezahlt werden!). In der Summe kamen bundesweit 430.000 Euro zusammen.